Das „ins-Bett-bringen“ ist bei allen Kindern ein festes Ritual. Egal ob Papa, Mama, Tante oder Opa sie ins Bett bringen. Kinder wollen nochmal sicherstellen, dass sie geliebt und geborgen sind. Das geht bei Geschwistern, Eltern und Verwandten ganz einfach: Ins Bett bringen, nochmal 100% der Aufmerksamkeit haben und kuscheln. Körperliche Intimität bauen wir nicht auf. Aber das Gefühl der Geborgenheit können wir trotzdem geben.

Zimmerpat*innen werden aktiv:

Das „Gute-Nacht Ritual“ wird bewusst von den Zimmerpat*innen gemacht. Die Zimmerpat*innen sind nicht nur für das Organisatorische zuständig, sondern vorallem um die Beziehung zur Leitungsrunde aufzubauen. Beziehung entsteht durch 100%ige Aufmerksamkeit, durch Zuhören und Zuwenden. Deshalb ist diese Zeit (ca 20min) so wichtig für eure Beziehung. Setze sie also nicht mutwillig aufs Spiel, weil du gerade lieber was anderes machen willst. Schenke deinen Kindern diese Zeit.

Die Nacht im Schutz des Höchsten

Mit dem Gebet und dem Segen wird deutlich: In dieser Nacht stehen die Kinder unter dem Schutz des Höchsten. Bei Gott, die uns liebt wie ein Vater und eine Mutter, sind die Kinder gut gehütet. Das Gebet kannst du völlig frei gestalten oder du betest eins auf der Vorlage. An der Zimmertür findest du welche. Oder ihr betet gemeinsam das Vater Unser?

Der Segen ist sehr intim. Also frag dich ob du das willst. Und dann frage die Kinder ob sie es wollen? Wenn alle damit einverstanden sind zeichne ihnen ein kleines Kreuz auf die Stirn, indem du mit dem Zeigefinger oder Daumen erst einen Strich von oben nach unten und dann von links nach rechts (oder von rechts nach links) zeichnest. „Sei gesegnet“ passt als Segen gut dazu.

Downloads

Hier findest du den Ablauf als PDF und übliche “Gute-Nacht-Gebete”. Beides kann man auf die Innenseite der Zimmertür kleben, damit die Zimmerpat*innen eine Stütze haben.

Ein mögliches Ritual könnte so aussehen:

Organisatorisches klärenKinder haben Zähne geputzt?
Kinder haben Schlafanzug an?
Kinder sind im Bett?
Namensschilder einsammeln
Kläre folgende Dinge: Weckzeit morgen, andere offen Fragen der Kinder.
ReflexionMit 2 Symbolen wird der Tag reflektiert. Jedes Kind sagt zum ersten Symbol etwas und in der 2.Runde zum 2.Symbol. Es wird nicht kommentiert oder diskutiert. Ausreden lassen ist wichtig, aber keine Romane erzählen.
 
Symbol „Perle“ = Das lief heute richtig gut. Das ist mir wertvoll.
Symbol „Stein“ = Das lief nicht gut. Das belastet mich.
 Solltest du andere Symbole verwenden wollen, dann nimm immer diesen Unterschied: Gut / nicht gut.
Vielleicht gibt es auch weitere Fragen oder Anregungen zur Reflexion mit in das Ritual.
GebetSprich oder sprecht gemeinsam ein Gebet. Vorlagen und Ideen dafür findest du an der Zimmertür. Dort steht auch der ganze Ablauf nochmals, falls du dir unsicher bist.
evtl. SegenWenn du möchtest und wenn die Kinder möchten, dann zeichne jedem Kind ein kleines Kreuz auf die Stirn als Zeichen für die Segen in dieser Nacht. Das macht deutlich, dass Gott die Kinder in dieser Nacht behütet.
NachtruheAlles Wichtige wurde besprochen. Jetzt ist es Zeit für die Ruhe. Das bedeutet:
·    Gute Nacht sagen
·    Licht aus machen
·    Darauf hinweisen, dass sie jetzt schlafen
Raus gehen und Tür zu.

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